Kreidetafeln gehören Vergangenheit an
Schulleiter Thomas Kasselmann (links) und Klassenlehrerein Karolin Borghoff bedankten sich bei Lucky Look-Geschäftsführer Torsten Refus für die Sachspende.
"Viele neue Möglichkeiten"
Das Medieninteresse im Rahmen der offiziellen Übergabe eines gestifteten interaktiven Whiteboards des Herstellers SMART Technologies am 9. Dezember im Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Hamm war groß. Sowohl im Online-TV als auch im Radio und in der Zeitung wurde berichtet. Schulleiter Thomas Kasselmann bedankte sich beim Geschäftsführer Torsten Refus für die Sachspende im Wert von etwa 6.000 Euro, dank derer Klassenlehrerin Karolin Borghoff ihre Klasse 6 künftig mittels modernster Lehrmittel unterrichten kann.
Bereits seit den Herbstferien ist das "SMART Board Interactive Whiteboard" samt Beamertechnik und Lautsprechern im Klassenzimmer installiert. Auch die Einweisung in die neue Technik hat das Unternehmen kostenlos übernommen, eine weitere intensive Schulung der Pädagogen wird folgen. „Das Board bietet etliche Vorteile. So wird jetzt vieles, was die Kinder aus ihrer Freizeit kennen, auch in den Unterricht transportiert“, zeigte sich Karolin Borghoff begeistert von den neuen Möglichkeiten. Die Einarbeitung sei nicht allzu schwierig gewesen, erklärte sie. „Vieles kennt man ja durchaus schon, wie zum Beispiel die Bedienung des Touchscreens. Das funktioniert ja wie beim Smartphone“, so Borghoff. Auch ältere Kollegen zeigten bereits Interesse.
Großer Vorteil Multifunktionalität
Nicht nur während des Unterrichts, an dem die Schüler der Klasse sichtlich Freude hatten, bietet das Whiteboard viele Vorteile. „Auch bei der Unterrichtsvorbereitung ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Auch das Tafelbild vom Vortag ist schnell noch einmal aufgerufen“, so die Lehrerin. Ebenfalls sehr angetan von der neuen Technologie zeigte sich Schulleiter Thomas Kasselmann: „Ein großer Vorteil ist sicher die Multifunktionalität. Wofür früher mehrere Geräte erforderlich waren, ist heute nur noch ein Gerät notwendig. Man muss allerdings auch schauen, welche Funktionen wirklich einen Nutzen für den Unterricht bieten, und welche eher nicht.“
Grundsätzlich neu seien solche Entwicklungen auch in der Schule nicht, wie Ulrich Roidl, der EDV-Verantworliche des Gymnasiums, beschreibt. „Zunächst waren es die Dia-Projektoren, dann der PC. So hatten wir 1985 die ersten fünf PCs angeschafft, heute verfügen wir über etwa 80 bis 90 Computer.“ Abhängig seien diese Investitionen aber eben immer auch von Zuschüssen und öffentlichen Mitteln. Um so schöner, dass die Schule das Board gestiftet bekam. Der Kontakt zum Unternehmen entstand direkt über Torsten Refus, der Vater einer der Schülerinnen der 6a ist. Zwar nutzt diese Klasse hauptsächlich den Raum, das interaktive Whiteboard wird allerdings auch von anderen Klassen genutzt.
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